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Torf und Zeit

Torf eine plastische Masse, deren Lebenselement das Wasser ist. Das Element H2° schwebt permanent in der Luft und wird ständig durch Niederschlag und Verdunstung umgewandelt. Ein dauernder Wasserüberschuss ist entscheidend für eine Moorbildung und prägt die Tier- und Pflanzenwelt in den Mooren. Durch das Übermaß an Wasser werden abgestorbene organische Pflanzenreste unter Sauerstoffmangel unvollständig abgebaut und somit konserviert.

Die urwüchsige Ressource Torf beinhaltet nicht nur abgestorbene Pflanzenreste, sondern auch Zeit. Gerade durch die Stapelung der abgestorbenen Pflanzenreste vollzieht sich ein Zeitprozess, die Vertorfung. Kommen zur Vertorfung Wärme, Druck und Zeit vollzieht sich ein weiterer Zeitprozess, die Inkohlung, allein von der Natur geschaffen ohne fremdes Zutun. Die Natur lässt Geschaffenes vergehen, stapelt das Vergangene, wandelt es um und lagert das Umgewandelte ein. Das Werden und Vergehen ist zentraler Bestandteil eines Zeitprozesses.

Torfschichten sind Zeitdokumente und bezogen auf die Zeit, Zeitgeschichte. Die Rhythmen der Natur sind die Grundelemente und Schöpfer der Zeit. Zeit wird durch die Rhythmen geprägt und gegliedert. So wie der Mensch, sind auch Rhythmus und Zeit Teil der Natur und können auch nur so verstanden werden. Zeit ist die Tiefendimension aller Prozesse, und somit die herrschende Dimension. Sie dominiert über die Natur und ihre Ressourcen.

 

 
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